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Museum der Träume

Ein Kooperationsprojekt der Filmemacherin Angelika Levi, dem Albert-Schweitzer-Gymnasium in Hürth und der Celal Toraman Anadolu Lisesi in Burhaniye/Türkei

Sie haben noch viel in ihrem Leben vor, die Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Statt in Erinnerungen schwelgen sie neugierig in Träumen, den Visionen für ihre Zukunft. Werden Sie heiraten? Wird Rassismus die Gesellschaft regieren oder Toleranz die Oberhand gewinnen? Oder werden sie mit einem Alien die Erde verlassen? Schüler*innen aus Deutschland und der Türkei sind im Rahmen eines internationalen Austauschprogramms ihren eigenen und den Träumereien ihrer Mitmenschen auf den Grund gegangen und haben Verblüffendes festgestellt: Träume können den interkulturellen Dialog fördern. Festgehalten haben sie ihre Erkenntnisse in einer Ausstellung, dem "Museum der Träume".

Wovon träume ich?

Alle Jugendlichen haben mindestens einen Lieblingssong. Beim ersten türkisch-deutschen Austauschtreffen im Hürther Gymnasium bringen die Schüler*innen ihren persönlichen Hit als "Gastgeschenk" mit und erklären, warum es ausgerechnet das Stück "Watch me" von Silentó ist, das sie so bewegt. Die Lyrics "ihrer" Songs sind der erste Anhaltspunkt für die Forschungsreise zum eigenen Traum. Liebe, Spaß, Glück, Leichtigkeit – die besungenen Zukunftsträume werden als Kunstwerke visualisiert. In einer Ausstellung präsentierten die türkischen und deutschen jungen Künstler*innen ihre Werke mitsamt Lyrics-Tafel und dazugehöriger Musik als ersten Teil des "Museums der Träume" der Öffentlichkeit.

Wovon träumen andere?

Aus politischen Gründen konnte der Gegenbesuch ein Jahr später nicht in der Türkei stattfinden. Die Austauschschüler*innen trafen sich daher in Berlin, um sich dem zweiten Forschungsgegenstand zu widmen: Wovon träumen eigentlich andere? Ältere? Wovon träumen Berliner*innen? Oder Tourist*innen in der Metropole? Mit Foto- und Filmkamera dokumentieren die Schüler*innen ihre geführten Interviews. Das Ergebnis: Träume haben viele Facetten, lassen sich aber durchaus kategorisieren. Es gibt Kindheitsträume, materielle und immaterielle Träume sowie Träume, die im Verhältnis zur Wirklichkeit stehen. Träume, die in Erfüllung gegangen sind, sind auch dabei: Die Schüler*innen des deutsch-türkischen Austauschprogramms haben das "Museum der Träume" mit ihren Kunstwerken, Filmen und Fotos am Kottbusser Platz in Berlin einer breiten Öffentlichkeit präsentieren können. Und sie haben demonstriert, dass trotz politischer Spannungen intensive partnerschaftliche Begegnungen möglich sind: Die Exponate sind nun im Rahmen einer Ausstellung in Burhaniye in der Türkei zu sehen.

Die Jury:

Das deutsch-türkische Projekt Museum der Träume überzeugt die Fachjury durch den lebensweltnahen Ansatz und das konstruktive Aufgreifen aktueller politischer Entwicklungen. Kulturelle Bildung sei hier "kein Beiwerk der internationalen Begegnung", sie bilde "den Ausgangspunkt der Auseinandersetzung. Das Thema Träume gemeinsam und im Dialog mit Dritten zu durchleuchten, stellt für die beteiligten Jugendliche eine zukunftsrelevante Lernerfahrung dar."

Weitere Informationen:

Angelika Levi, freiberufliche Künstlerin, Filmemacherin
Albert-Schweitzer-Gymnasium, Hürth
Celal Toraman Anadolu Lisesi, Burhaniye/Türkei

Fotos: Museum der Träume


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