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 BKJ    Weitere Aktivitäten im Fachbereich Kooperationen und Bildungslandschaften



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Wilhelm und Hedwig – Geschichten von Oktogon und Kuppeldach

Ein Kooperationsprojekt der kleinen baumeister, der Katholischen Schule St. Hildegard und weiteren Partnern, Berlin

In ihrem Kiez in Berlin kennen sich die Kinder und Jugendlichen beinahe so gut aus wie in ihrer eigenen Westentasche? Weit gefehlt. Denn über die Gebäude wissen sie bislang reichlich wenig. Grund genug, mit den kleinen baumeistern auf Entdeckertour zu gehen. Zwei für die Stadt Berlin historisch bedeutende architektonische Bauwerke sollen bis auf den kleinsten Stein erforscht werden.

 

Kinder und Jugendliche unterschiedlicher Altersstufe, Herkunft, Religion und Schulform begeben sich dazu in die evangelische Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche in Charlottenburg und die katholische St.-Hedwigs-Kathedrale in Berlin-Mitte. Zwischen Ost und West, Alt-, Um- und Neubau, Bischof und Kaiser, katholisch und evangelisch, Säulenportikus und Stahlskelett gilt es allerlei zu erkunden. Die Kinder und Jugendlichen erwerben spielerisch an mobilen Forschungsstationen fundiertes Wissen zu den Bauwerken und entwickeln einen kritischen und reflektierten Blick auf die Ästhetik der Architektur. "Unsere Forschungen haben z. B. ergeben, dass es zwei unterschiedlichste Gebäude mit geometrischen Figuren sind, sie stehen für Glauben und Liebe, geben Schutz und Obdach", so Lea, 16 Jahre. Schließlich entwickeln sie aus ihren Forschungsergebnissen eine gemeinsame Ausstellung, die in einem Kirchengebäude sowie im Architekturforum Aedes zu sehen war. Zur Veranschaulichung haben sie für die Museumsbesucher*innen begehbare Modelle der beiden Kirchen gebaut. Zurzeit wird an einem kompakten ökumenischen "KinderKirchenFührer" gearbeitet, der Ende des Jahres erscheinen wird.

Den Forscher*innen fällt es nicht schwer, die Themenschwerpunkte für ihre "Arbeit" selbst festzulegen. Obwohl die Ansichten, Fragen und Ideen der beteiligten Akteure aufgrund von großen Differenzen in Hinblick auf Alter, Konfession und Herkunft oft stark variieren, werden alle Entscheidungen von den Kindern und Jugendlichen demokratisch abgestimmt.

Für die interkulturelle Bildung ist Architektur eine geeignete Schnittstelle, denn sie ist ein bedeutender Teil des kindlichen Lebens und der kindlichen Wahrnehmung. Berlin ist eine pulsierende Stadt voller Möglichkeiten, Gegensätze und Gemeinsamkeiten unterschiedlicher Religionen, Traditionen und Kulturen. Aus dieser unerschöpflichen Fülle der Kulturgeschichte weckt "Wilhelm und Hedwig" das Interesse und die Faszination für Baukultur bei Schüler*innen wie Kita-Kindern gleichermaßen.

Das Projekt wurde finanziert mit Mitteln des Berliner Projektfonds Kulturelle Bildung.

Die Fachjury zeigte sich beeindruckt von der konsequenten Perspektivenvielfalt, mit der die teilnehmenden Kinder und Jugendlichen forschend ihren Stadt- und Lebensraum erkundeten. "Die Gebäude, ihre Gestaltung und Nutzung der ausgewählten Sakralbauten ermöglichen eine interkulturelle und interdisziplinäre Auseinandersetzung - ausgehend von den individuellen Raumwahrnehmungen der Beteiligten."

 

Weitere Informationen

kleine baumeister

Katholische Schule Sankt Hildegard, Berlin  

Fotos: Jessica Waldera


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