• Foto: Yvonne Most

 BKJ    Weitere Aktivitäten im Fachbereich Kooperationen und Bildungslandschaften



Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.


bkj.de
MIXED UP Preis Teilhabe 2016 >>
Bremer Schulhausroman

Ein Kooperationsprojekt der Wilhelm-Olbers-Schule Bremen und des Literaturhauses Bremen

Ein Psychopath treibt in Dublin sein Unwesen. Josh Carter und sein Kollege James ermitteln. Als James Verlobte spurlos verschwindet und er ein Drohpaket erhält, nimmt der Fall eine überraschende Wende … 54 Seiten düstere Gelüste und mörderische Spannung erwarten die Leserschaft des kürzlich erschienen Psychothrillers "Dunkles Verlangen". Doch nicht nur seine Geschichte macht den Thriller zu einem ganz besonderen Werk: 14 Schüler*innen der Wilhelm-Olbers-Schule haben den "Schulhausroman" gemeinsam geschrieben.

Der "Schulhausroman" ist ursprünglich ein Modell aus der Schweiz aus dem Jahr 2005. Seitdem wird es von vielen deutsch- und französischsprachigen Schulen mit Erfolg imitiert. In der Hansestadt Bremen hat das Literaturhaus die Federführung für das Projekt übernommen, mit Unterstützung renommierter Partner, wie etwa durch den Carl Schünemann Verlag. Beim Schulhausroman begleiten ausgewiesene Autor*innen und Schreibtrainer*innen die Schüler*innen während einer zehnmonatigen Projektphase. Für den ersten 23-seitigen Bremer Schulhausroman „Was ist noch echt“ konnte Deutschlands bekanntester Poetry-Slam-Meister Bas Böttcher als Schreibcoach gewonnen werden. Die jungen Nachwuchsautor*innen des aktuellen Psychothrillers "Dunkles Verlangen" begleitete der Autor und Satiriker Osman Engin. Insgesamt achtmal besucht der jeweils betreuende Autor die Schülergruppe für je zwei Doppelstunden, um Fortschritte und Schwierigkeiten auszuloten. Eine öffentliche Premierenlesung in der Zentralbibliothek bildet den Höhepunkt und Abschluss einer Projektlaufphase. Für ihre Bühnenpräsenz durchlaufen die Schüler*innen zuvor ein Training bei professionellen Schauspieler*innen.

Vor allem der Spaß am Schreiben und Entwickeln der Geschichten steht bei den Schulhausromanen im Vordergrund, denn Motivation und Freiwilligkeit sind hier gefragt. Die Grundidee dabei ist, Ober- und Gesamtschüler*innen mit Flüchtlings- oder Migrationshintergrund in regelmäßigen Workshops langfristig in ihrer Sprachfähigkeit zu fördern und sie für einen kreativen Spracheinsatz zu begeistern. Dass der Roman beim Carl Schünemann Verlag erscheint, stärkt das Engagement der Schüler*innen weiterhin.

Beim Schulhausroman können die jungen Autor*innen sämtliche Fragen, die ihnen unter den Nägeln brennen, offen thematisieren und in ihre eigene fiktionale Geschichte hüllen. Und das tun sie mit großem Erfolg. Wer wären schließlich auch die besseren Expert*innen für die jugendliche Sicht auf Themen wie Familie und Gesellschaft, Liebe und Gewalt, Pubertät und Sexualität, Migration und Integration, Mobbing an der Schule oder Probleme im eigenen Stadtteil als die Jugendlichen selbst?   Seit dem Sommer 2016 ist der Roman „Dunkles Verlangen“ im Buchhandel erhältlich.

"Das Projekt Bremer Schulhausroman vermittelt unter Anleitung von etablierten Autor*innen positive Erfahrungen im Umgang mit Sprache, die ganz nah an der persönlichen Lebenswelt und am kreativen Potential der Jugendlichen orientiert sind. Die öffentliche Präsenz und Sichtbarkeit des Projekts und seiner Mitwirkenden stärkt zusätzlich das Selbstbewusstsein der beteiligten Schüler*innen. Diese erfahren nicht nur kulturelle Teilhabe, sondern auch Anerkennung für ihre bemerkenswerten Leistungen", so die abschließende Meinung der Fachjury.  

 

Weitere Informationen

Literaturhaus Bremen

Wilhelm-Olbers-Schule, Bremen

Schulhausroman Bremen  

Schulhausroman im Film  

Fotos: Christopher Klerings, Carl-Schünemann-Verlag, Heike Müller  


nach oben | zurück



Diversität anerkennen
Inklusion umsetzen
Zusammenhalt stärken
Seite drucken | PDF der Seite erstellen | Seite empfehlen deliciousWhatsapp | Kontakt | Sitemap | Impressum | Datenschutz