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Alle Kinder auf die Bühne!
Foto: Jan Funke
Foto: Karl Seidl
Foto: Jan Funke
Foto: Jan Funke

Vergeben von der Jugendjury

Eine Kooperation der Friedrich-von-Bodelschwingh-Schule und der Theaterwerkstatt Staatstheater Wiesbaden, dem tanzlabor 21 und Künstler*innen, Wiesbaden 

Eisiger Wind und ungestüme Gestalten, die einen das Fürchten lehren. Hinter der verwunschenen Tür warten allerlei Gefahren auf die junge Prinzessin Isabella. Doch mutig widersetzt sie sich ihrer Angst: Sie muss ihren entführten Jogginghosen-Prinzen Jonny wiederfinden... Es sind Wiesbadener Schülertheatertage und zum dritten Mal sind die Schüler*innen der Friedrich-von-Bodelschwingh-Schule dabei. Doch diesmal präsentieren sie ein märchenhaftes Stück, das sie von der ersten Idee an selbst entwickelt haben und was den vielversprechenden Titel trägt: „Die Piraten, die Prinzessin und die geheimnisvolle Tür“.  

Die Friedrich-von-Bodelschwingh-Schule, Kultur- und Förderschule für Kinder und Jugendliche mit körperlichen Behinderungen, hat mit dieser theatralen Inszenierung die Partizipation der Schülerschaft einmal mehr in den Mittelpunkt gerückt. Mit unterschiedlichsten Methoden haben die Schüler*innen der 1. bis 12. Klassen ihre Wünsche für das Stück eingebracht und umgesetzt: Sie haben frei assoziierte Sätze geschrieben, in illustrierten Bögen Bilder angekreuzt, in Rollenspielen ihre Visionen erarbeitet oder mittels Gebärden, Symbolen oder technischer Hilfen kommuniziert. Die Fragmente und Dialoge der Schüler*innen finden sich nahezu alle in der Inszenierung wieder. Umso euphorischer arbeiten die Kinder und Jugendlichen an der Perfektion der Bühnenpräsentation. Als Schauspieler*innen, als sogenannte „Bodelrocker“, im Chor oder als Rapper treten sie souverän auf die Bühne. Andere arbeiten hinter den Kulissen: Sie kümmern sich um das Bühnenbild, erledigen die Pressearbeit, erstellen eine Theaterzeitung oder sind im Theaterbistro aktiv. In den wöchentlichen Proben finden sie sich außerdem als Theaterkritiker*innen im Publikum wieder.  

Dass die Umsetzung in dieser vielfältigen Form möglich ist, dafür haben sich die Lehrkräfte der Fächer Darstellendes Spiel, Musik und die Kulturbeauftragte der Schule eingesetzt. Viele der Kinder und Jugendlichen sitzen im Rollstuhl oder sind auf technische Hilfen angewiesen. Doch durch das Einbinden der Sparten Musik, Tanz und bildender Kunst in das Theaterspiel können sich alle Schüler*innen an der Umsetzung beteiligen. Ihre Einschränkungen sind dabei selbstverständlicher Teil der Geschichte: Die Prinzessin nutzt etwa einen Stock als Gehhilfe und ein Rapper tritt mit seinem E-Rolli auf.  

Die Kooperation mit dem Staatstheater trägt dazu bei, dass die Schüler*innen bei den öffentlichen Auftritten mit ihren kulturell-kreativen Fähigkeiten und Leistungen von einer großen Zuschauerschaft wahrgenommen werden. Das Stück feierte am 11. März 2015 Premiere.

„Dieses Projekt zeigt, dass jede/r Jugendliche das Potenzial hat, etwas zu erschaffen, wenn ihr/ihm nur die Möglichkeit und die nötige Unterstützung geboten wird“, so die MIXED UP Jugendjury. Das Projekt erfüllte alle Kriterien, die wir - die Jugendjury - zuvor aufgestellt hatten, wobei die hohe Selbstbestimmung der Schüler*innen, das demokratische Verhältnis zwischen Lehrer*innen und Schüler*innen, die künstlerische Herangehensweise an die Berufs- und Zukunftsorientierung wie auch der Spaßfaktor einen besonderen Stellenwert einnehmen.“

 

Weitere Informationen

Theaterwerkstatt Staatstheater Wiesbaden

Friedrich-von-Bodelschwingh-Schule


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