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 BKJ    Weitere Aktivitäten im Fachbereich Kooperationen und Bildungslandschaften



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Das Museum – eine Schule der Dinge III

Eine Kooperation der Marcel-Breuer-Schule – Oberstufenzentrum für Holztechnik, Glastechnik und Design und des Werkbundarchivs – Museum der Dinge, Berlin

Ausgangspunkt ist die Museumssammlung der „Werkbundkisten“: In den 1950er- und 1960er-Jahren speziell für die Vermittlung in Schulen entwickelte Transportkisten mit beispielhaften Alltagsobjekten und Lehrmaterialien zur ästhetischen Bildung. Auf der Grundlage vielfältiger kreativer und theoretischer Recherchen im Museum (er)fanden 80 beteiligte Schüler*innen in der Tradition dieser Kisten Produkte und mobile Präsentationsformen, um das Museum der Dinge im Rahmen von Aktionstagen in ausgewählten Schulen vorzustellen. Ein inhaltlicher Schwerpunkt war dabei das Thema „Kunststoffe“. Die Schüler*innen brachten ihren individuellen Zugang zum Museum mit ein: Je nach ästhetischen, analytischen oder emotionalen Interessen reichen die Präsentationen von sachlich-informativen und kritischen Beiträgen bis hin zu spielerisch-theatralen Ausdrucksformen.

Das Projekt verfolgt einen Peer-to-Peer Ansatz: Höhepunkt und Abschluss sind von den Schüler*innen gestaltete Aktionstage an benachbarten Schulen. Mit abwechslungsreichen und überraschenden Präsentationen sollen diese Schulen für eine Erweiterung der Kooperation gewonnen werden. Unterstützt werden die Kooperationsklassen von älteren Schüler*innen der Marcel-Breuer-Schule, die ihr Berufspraktikum im Museum der Dinge absolvieren.

Die Kooperation ist curricular fest verankert: Die schulischen Lernfelder „Grundlagen der Gestaltung“ und „Entwerfen von Kunststoffprodukten“ werden inhaltlich ganz auf das Projekt abgestimmt. Führungen und Workshops flankieren das Lehrangebot. Die Projektarbeit eröffnet den Schüler*innen vielfältige Ein- und Ausblicke: Sie entdecken neue Lernorte, Arbeitsfelder und Berufsprofile in den Bereichen Design, Filmausstattung, Bildende Kunst, Fotografie, Museum, Medien und Theater und knüpfen Kontakte zu erfolgreichen Akteuren kreativer Berufe. Vor allem aber lernen sie ganz Ergebnis-unabhängig unkonventionelle Herangehensweisen an Gestaltungsfragen kennen.

Wie fruchtbar für alle Beteiligten die immer noch eher ungewöhnliche Kooperation zwischen einer Berufsschule und einem Museum verlaufen kann, zeigt diese Partnerschaft, die aus Sicht der Jury ein Beispiel innovativer und nachhaltiger Zusammenarbeit von Kultur und Schule und impulsgebend für den Austausch mit weiteren Bildungspartnern im Stadtteil ist.

 

Weitere Informationen

Marcel-Breuer-Schule

Werkbundarchiv – Museum der Dinge

Projekteinblicke


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