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Grenzöffnung - Wer ist Deutschland?

Ein Projekt des Theaterpädagogischen Zentrums Hildesheim mit Berufsschülerinnen 

Kompetenzorientierte Theaterpädagogik mit Jugendlichen, die (noch) keinen Schulabschluss erreicht haben – dieser anspruchsvollen Aufgabe stellte sich das Theaterpädagogische Zentrum in Hildesheim. In Zusammenarbeit mit drei Berufsschulen setzten die Theaterpädagogen*innen ein Bühnenstück um, das sich inhaltlich zwei im Jahr 2009 stattfindenden Jubiläen widmet: 20 Jahre Mauerfall und 60 Jahre Benennung Deutschlands in BRD und DDR. Die Grundlagen für die thematische Auseinandersetzung mit nationalen Grenzen und dem Phänomen „Deutschland“ bildeten diverse Texte bekannter Autoren*innen, Musik- und Theaterstücke sowie historische und aktuelle Quellen. 

Wer setzt überhaupt Grenzen? Wie gehe ich mit ihnen um? Kann ich sie brechen? Umgehen? Verschieben? Diesen und weiteren entgrenzenden Fragen stellten sich über 55 am Theaterprojekt beteiligten Schülerinnen und Schülern und machten ihre eigenen alltäglichen Grenzerfahrungen zum zentralen Gegenstand des Bühnengeschehens. Über einen Zeitraum von anderthalb Jahren entwickelten sie Gedanken, Situationen, Geschichten und Figuren. In der sprachlichen, szenischen, tänzerischen und theatralen Umsetzung entdeckten sie künstlerische Ausdrucksformen, die ungeahnte Potenziale freisetzten und sowohl persönlich als auch in der Gruppe zu ungeahnten Erfolgserlebnissen führte. Mit Hilfe des Kompetenznachweises Kultur war es einigen der teilnehmenden Jugendlichen möglich, derartige Entwicklungsprozesse im Rahmen von dialogischen Prozessen mit den Theaterpädagogen*innen zu reflektieren und zu Papier zu bringen.  

Dass die gesetzten Ziele so erfolgreich umgesetzt werden konnten, lag vor allem an der synergetischen Zusammenarbeit unterschiedlichster Kompetenzpartner. Die engagierte Mitarbeit der Schulen, die erprobte Zusammenarbeit mit weiteren außerschulischen Partnern wie der KulturFabrik Löseke und dem Theater für Niedersachsen, die gut ausgebildeten Tanz- und Theaterpädagogen mit fundierten Erfahrungen im Anleiten von Gruppen und nicht zuletzt die professionelle Öffentlichkeitsarbeit trugen zum Erfolg dieser Kooperation bei.  

Die gelungene Zusammenarbeit zwischen den Partnern hat den am Projekt beteiligten Jugendlichen in besonderem Maße Chancen eröffnet: Chancen der Beteiligung, der Partizipation und der eigenen Persönlichkeitsentwicklung. Davon konnten sich die zahlreichen Zuschauer im Rahmen einer beeindruckenden Aufführung überzeugen.

 

Weitere Informationen:

Öffnet externen Link in neuem FensterTheaterpädagogisches Zentrum Hildesheim

Öffnet externen Link in neuem FensterFriedrich-List-Schule

Öffnet externen Link in neuem FensterWalter-Gropius-Schule

Öffnet externen Link in neuem FensterHerman-Nohl-Schule

Öffnet externen Link in neuem FensterKulturFabrik Löseke

Öffnet externen Link in neuem FensterTheater für Niedersachsen


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