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Sound of Work: Eine Baustelle wird zur Bühne

Pusdorf heißt eigentlich Woltmershausen, ist ein Stadtteil in Bremen und liegt direkt an der Weser. Einst säumte ein Badestrand den Fluss. In den 60er Jahren jedoch wich das Naherholungsgebiet einem Industriegebiet. Mit dem Konzept „Spiel- und Wassergarten“ machte sich unser Preisträger, das Kulturhaus Pusdorf, im Rahmen von Beteiligungsprojekten jahrelang für die Neugestaltung dieser Fläche an der Weser stark. Mit Erfolg, denn im November 2005 begann die Umgestaltung der Fläche zu einem attraktiven Freizeitbereich.

Soweit zum Hintergrundgeschehen von „Sound of Work – Eine Baustelle wird zur Bühne“, einem Tanztheater, das den Schülerinnen und Schülern des Schulzentrums an der Butjadinger Straße auf besondere Weise eine intensive künstlerische Auseinandersetzung mit der Aus- und Umgestaltung ihres Lebensraumes ermöglichte.

Diese Auseinandersetzung geschah auf zwei verschiedenen Ebenen: zum einen beobachteten und erforschten die Ganztagsschülerinnen- und Schüler über Wochen die Baustelle, nahmen Arbeitsgeräusche digital auf und entwickelten auf dieser Basis im Rahmen einer Schreibwerkstatt die Geschichte für ihr Tanztheaterstück, die es dann auch noch galt, in Rap-Gesänge zu verwandeln. Parallel zum Fortschreiten der Bauarbeiten erarbeiteten sie gemeinsam mit einerTänzerin erste Szenen von „Sound of Work“ und führen diese Tanzszenen schließlich mit den digitalisierten Klängen der Baustelle zusammen.

Auch dieses Projekt mündete in einer erfolgreichen Präsentation: zum Eröffnungsfest des Naherholungsgebietes zeigten die Jugendlichen am Ort des Geschehens ihr selbst inszeniertes Theaterstück und boten den Besuchern darüber hinaus auch noch ein „Klanglabor zum Mitmachen“. So gaben die Jugendlichen der Eröffnungsveranstaltung eine ganz besondere Note und leisteten einen entscheidenden Beitrag zum Gelingen des Festes.

“Sound of work” überzeugte die Jury, weil diese Kooperation die Erforschung der Arbeitswelt mittels kulturpädagogischer Methoden vielschichtig mit der Entwicklung des Stadtteils verknüpft. Historische, gegenwärtige und zukünftige Aspekte flossen dabei in den Prozess ein. Besonders außergewöhnlich ist die künstlerische Annäherung an das Thema Arbeit und an die Baustelle, dessen Resultat Teil des Lebensraumes der beteiligten Kinder sein wird. Die Aneignung des öffentlichen Raums mündete somit in eine aktive künstlerische Mitgestaltung des eigenen Umfeldes.

Dieser Teil der Kooperation zwischen dem Kulturhaus und dem Schulzentrum stellt eine von insgesamt 3 Phasen dar, die unter dem Titel „Sound of work“ und die Umgestaltung des Lebensraums der Jugendlichen mittels verschiedenster künstlerischer Methoden mitgestaltet und reflektiert. Mit ihrer gemeinsamen Arbeit leisten die Kooperationspartner einen Beitrag für mehr Chancengleichheit sowie für die aktive Teilnahme der Kinder und Jugendlichen am gesellschaftlichen Leben.


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