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Heimspiel – Aus der Tiefe des Viertels

„Eine spektakuläre, konfrontative, aber auch nachdenkliche Revue um den Ball“ – so bezeichnen die Kooperationspartner selbst ihr Stadtteiltheaterprojekt. Zu recht, denn die Rahmenhandlung des Theaterstücks lässt Raum für vielfältige Themen: Ein Fußballspiel, zu dem nicht nur Tickets den Eintritt erlauben, sondern ebenso Träume, Wünsche und Poesie aus der Tiefe des Viertels St. Pauli.

„Heimspiel – Aus der Tiefe des Viertels“ – allein schon der Titel verrät die starke Stadtteilbezogenheit dieser Kooperation zwischen KÖLIBRI und der Ganztagsschule St. Pauli. St. Pauli verbinden wohl die meisten von uns unweigerlich mit Fußball - doch neben Fußball prägen den bunten Stadtteil viele weitere Facetten, zu denen auch Schattenseiten wie hohe Arbeitslosigkeit, dichte Bebauung und fehlende Grünflächen gehören.

Prozessorientiert und unter Einbeziehung von Ideen und Wünschen der DarstellerInnen entstanden in gemeinsamer Arbeit aller Beteiligten Rollen wie „der Ernst des Lebens“, „die dicke Wade“ oder „der Fußballgott“. Die Akteure benutzten sowohl Balltechnik als auch Musik, Tanz und Schauspiel als Ausdrucksformen, um mal amüsante, mal gesellschaftskritische, mal berührende Themen in Szene zu setzen. Dabei hatten die Schülerinnen und Schüler der Ganztagsschule St. Pauli nicht nur Gelegenheit, mit der professionellen Regisseurin Christiane Richers, sondern auch mit verschiedensten Menschen unterschiedlichsten Alters aus ihrem Stadtteil zusammenzuarbeiten. Vernetzung fand zwischen Jung und Alt, zwischen unterschiedlichsten sozialen und kulturellen Hintergründen statt. Auf institutioneller Ebene kooperierten nicht nur Ganztagsschule und Stadtteilkulturzentrum, sondern zahlreichen weiteren Institutionen des Gemeinwesens wie das Musikmobil „Jamliner“, der Bauspielplatz Brunnenhof oder der „FC St. Pauli Fanladen“ statt.

Dabei legten alle Kooperationspartner großen Wert auf eine Kooperation „auf gleicher Augenhöhe“. Die Schule befasste sich auch innerhalb ihres Regelunterrichts mit den Vorbereitungen des Theaterstücks im Rahmen von Kursen und Workshops in den Bereichen Theater, Tanz, Musik, Sport und Werken. So wurden Fangesänge, Requisiten, Kulissen und Cheerleadereinlagen innerhalb des Schulunterrichts einstudiert. Ein Mitarbeiter der GWA war eigenst für die Koordination zwischen Ganztagsschule und Stadtteilkulturzentrum zuständig.

Die besonders ausgeprägte Stadtteilorientierung sowie die generationsübergreifende und interkulturelle Orientierung haben die Jury von diesem Projekt überzeugt. KÖLIBRI ist es gelungen, gemeinsam mit seinen Kooperationspartnern ein Projekt zu realisieren, das eine umfangreiche Förderung künstlerischer Potentiale sowie Verantwortungsübernahme und die Kommunikation lebensnaher Themen in die Öffentlichkeit in hohem Maße ermöglichte und förderte.


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