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/// Baden-Württemberg: „Ganztagsschulen brauchen starke kulturelle Partner“



Die Mitglieder der Landesvereinigung Kulturelle Jugendbildung (LKJ) Baden-Württemberg fordern in einem Positionspapier zur Ganztagsschule die Stärkung von Kooperationsstrukturen, eine angemessene Vergütung von außerschulischen Partnern und eine Kooperation auf Augenhöhe.

Mit den Ganztagsschulen nach §4a ist es in Baden-Württemberg zum ersten Mal möglich, professionelle Angebote der außerschulischen kulturellen Bildung kostenfrei an allgemeinbildenden Schulen für alle Kinder und Jugendlichen zur Verfügung zu stellen. Dies begrüßen die LKJ und ihre Mitglieder als wichtigen Schritt hin zu mehr kultureller Teilhabegerechtigkeit.

Flächendeckende Kooperationsstrukturen

„Ansätze und Methoden der kulturellen Bildung fördern implizit und explizit die Auseinandersetzung mit gesellschaftlich bedeutsamen Themen und leisten so einen Beitrag zur Entwicklung einer demokratischen, vielfältigen und zukunftsfähigen Gesellschaft.“, heißt es in dem Papier. Vor diesem Hintergrund sehen die Mitgliedsverbände der LKJ die Weiterentwicklung von flächendeckenden, verlässlichen und professionellen Kooperationsstrukturen als eine zentrale Zukunftsaufgabe auf dem Weg hin zu einer Kulturellen Bildung für jedes Kind und jeden Jugendlichen in Baden-Württemberg.

 

Weiter heißt es: „Die professionellen Akteure und Akteurinnen der kulturellen Bildung sind bereit, ihren Teil [...] beizutragen. Allerdings ist dies nur möglich, wenn sie selbst von stabilen und verlässlichen Strukturen getragen werden und ihre Leistungen und Angebote entsprechend finanziert sind und honoriert werden.“

Professionelle Vergütung und Übernahme der Sachkosten

Deshalb fordern die Mitglieder der LKJ: „Die professionellen Angebote der Kulturpädagoge und -pädagoginnen und Künstler und Künstlerinnen der verschiedenen Sparten (Bibliothek, bildende Kunst, Literatur, Medien, Museum, Musik, Tanz, Theater, Zirkus) müssen professionell vergütet und von den schulischen Partnern anerkannt werden. Ehrenamtliche Angebote haben ihre eigenen besonderen Qualitäten und stellen eine sehr wichtige Ergänzung zu professionellen Angeboten dar. Aufwendungen für Material, Sachkosten oder Kosten für Fortbildungen müssen in beiden Bereichen von den Schulen übernommen werden. Dem breiten fachlichen, gesellschaftlichen und politischen Konsens darüber, dass kulturelle Bildung bedeutender Teil der Allgemeinbildung ist, muss mit einer flächendeckenden Stärkung der Kooperationsstrukturen der kulturellen Bildung und der damit verbundenen Bildungspotenziale in Baden-Württemberg Rechnung getragen werden. Dies gilt für die Städte ebenso wie für den ländlichen Raum, der noch stark unterversorgt ist.“

Weitere Informationen


Positionspapier„Ganztagsschulen brauchen starke kulturelle Partner, ausreichende Ressourcen und abgestimmte Konzepte“ (PDF, 386 KB)

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