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/// VdM fordert mehr Festanstellungen in öffentlichen Musikschulen



Der Verband deutscher Musikschulen (VdM) hat die Träger seiner Mitgliedsschulen aufgefordert, den Anteil angestellter Lehrkräfte kontinuierlich zu erhöhen, um die Qualität der öffentlichen Musikschulen zu gewährleisten. Nur über qualitätssichernde Rahmenbedingungen für öffentliche Musikschulen, deren Grundlage die Perspektive einer Festanstellung ist, bleibe das Berufsbild Musikschulpädagog*in auch in Zukunft attraktiv.

Im Vorfeld des Musikschulkongresses 2017 hat der VdM auf seiner Bundesversammlung den „Stuttgarter Appell“ verabschiedet. Ulrich Rademacher, Bundesvorsitzender des VdM, erklärte dazu: „Mit dem Stuttgarter Appell fordern wir, erreichte Standards zu schützen und dort wo diese noch nicht erreicht sind, erreichbare Ziele zu setzen. Eine öffentliche Musikschule, wie sie vom VdM in seinem Strukturplan aufgestellt ist, von den Kommunalen Spitzenverbänden in ihrem gemeinsamen Positionspapier gefordert und im KGSt-Gutachten beschrieben wird, ist grundsätzlich nur mit angestellten, weisungsgebundenen und angemessen vergüteten Lehrkräften zu realisieren.“

In dem Apell heißt es: „Nur angestellte Lehrkräfte, die auf das Leistungs-Paket der ‚Zusammenhangstätigkeiten‘ verpflichtet sind, können das vollständige, aufeinander abgestimmte, vielfältige und qualitativ hochwertige Angebot der öffentlichen Musikschulen garantieren. Dadurch gewährleisten sie nachhaltige, auf Vertrauen, Verlässlichkeit und auf längere Zeiträume angelegte Bildungsprozesse. Nur sie ermöglichen ein für alle Lehrkräfte verpflichtendes Fortbildungsprogramm, eine intensive beratende Zusammenarbeit mit den Eltern, nur sie garantieren eine Begabtenförderung, die sich an den Bedürfnissen und Chancen der Schülerinnen und Schüler orientiert, nur sie erlauben notwendige zusätzliche Aktivitäten für gelingende Inklusion, nur sie eröffnen einen flexiblen Einsatz für kurzfristige notwendige Vertretungen, für Aktionen und Projekte der Musikschule an Wochenenden und in den Ferien, nur sie gewährleisten die regelmäßige Teilnahme an Konferenzen der Fachbereiche, der Stadtteilzentren oder im Rahmen von Projektplanung und -begleitung, nur sie stellen damit eine fachlich-inhaltliche Weiterentwicklung der Musikschularbeit sicher.

Gerade die Zusammenarbeit mit den allgemeinbildenden Schulen verlangt – heute mehr denn je – nach einer vertieften Abstimmung, die einen deutlich über den ‚Netto‘-Unterricht hinausgehenden Zeitaufwand erfordert und die Einbindung in schulische Abläufe nach sich zieht.“

Vom 19. bis zum 21. Mai 2017 nutzen 1.500 Teilnehmer*innen das breit gefächerte Programm des Musikschulkongresses „Mensch.Netz.Musik – Musikschule mittendrin!“ in Stuttgart mit über 60 Fortbildungsveranstaltungen, Diskussionsforen und Plenumsvorträgen zu aktuellen musikpädagogischen und bildungspolitischen Themen.

Weitere Informationen

Stuttgarter Appell (PDF)

Musikschulkongress

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